Solange ich denken kann, liebe ich Veränderungen und Neues. Nichts ist für mich schlimmer als Alltag, Trott und Gewohnheit, außer es ist mit Käse überbacken!
Vor 3 Jahren entschied ich mich dann meinen Job als Banker an den Nagel zu hängen und den Start in die finanzielle Unabhängigkeit zu gehen – das war ganz schön aufregend!
Dass ich innerhalb von nur 3 Jahren ein Unternehmen mit 6-stelligem Wert auf die Beine stelle, wäre mir damals noch nicht in den Sinn gekommen. Wenn ich jetzt sage, dass diese Erfolgsstory in Kürze ihr letztes Kapitel erhält und die Feder in meiner Hand bereits ein völlig Neues zu schreiben beginnt, wird mir wohl jeder einen Vogel zeigen.

Tatsächlich haben das auch einige getan.

Ich gehe einenganz eigenen Weg

Um ganz ehrlich zu sein, ist das keine Schnapsidee. Die ersten Schritte habe ich schon im Sommer letzten Jahres gemacht. Kurz und schmerzlos wurde die private Wohnung gekündigt und als Übergang eine WG mit einem Freund eingegangen.
Phase I sozusagen.

Angedacht war ein Probelauf im Oktober letzten Jahres, ein Roadtrip durch Europa, der Anfang einer Weltreise.
Manchmal kommt es dann aber doch anders als man denkt.
Kurzfristig habe ich mich umentschlossen und das dafür vorgesehene Budget für neue Investitionen in die Firma genutzt. Heute betrachtet war das eine extrem gute Entscheidung, da diese Investition sich vielfach ausgezahlt hat.

Aber worauf will ich jetzt hinaus?

 

Einfamilienhaus, Audi A6und Jahresurlaub

Hast du dir mal überlegt, wie es wäre gar nicht auf der Welt zu sein, dein Leben gar nicht zu haben? Wahrscheinlich hast du dafür keine Zeit, aber ich finde die Vorstellung interessant. Irgendwann gehen die Seiten in unserem Buch des Lebens aus… Wenn du dir dieses Buch vor dem letzten Wort noch einmal durchlesen könntest, möchtest du dann auf 210 von 500 Seiten lesen, dass du Dinge gemacht hast, weil andere es wollten und es dir egal ist warum? Dass du 11 Seiten alleine für negative Gefühle an den Montagen opferst? 7 leere Seiten, die mit zuviel Alkohol in Verbindung stehen?

Wir möchten es schön haben zuhause… zuhause…
1/3 unseres Verdienstes werfen wir pünktlich bis zum dritten Werktag eines Monats in den Geldbeutel von Menschen, die Wohnraum gekauft haben aber ihn nicht brauchen. Diese Beträge sind weg, man kann nicht verkaufen, was man davon bezahlt hat. 1/3 des Verdienstes wird für die Autofinanzierung und den Unterhalt genutzt – schließlich ist es nicht wichtig, dass wir überall hinkommen, sondern wie junge Mädels gucken, wenn wir ankommen. 1/3 des Verdienstes geht für antibiotikaverseuchtes Fleisch, Gemüse mit Nervengift und ein paar andere tolle Güter drauf.

Wer jetzt noch Geld über hat, weil er an einem der drei Drittel gespart hat, kann sich irgendwann eine größere konsumorientierte Ware kaufen oder die Anzahlung für ein eigenes Haus leisten.

eigenes Haus

Nachdem ein schönes Haus gekauft ist, indem der eigene Hund Burnout bekommt, da die 8 Meter nach vorne und 3 Meter in die Breite ziemliche Platzangst verursachen, hat man sich der Konsumgesellschaft für 30 Jahre verpflichtet.
Das Haus gehört natürlich die ersten 30 Jahre (bis zum Abbezahlen der Rate) der Bank (ich kenne sogar viele aus meiner Bankzeit, die in ihrer Rente immer noch abbezahlen).
Lass also bloß keine Rate platzen, denn sonst kommt die Hütte untern Hammer und ein weiterer „Vermieter“ ersteigert billig den Laden und vermietet ihn an irgendwen.

Hört sich stressig an?
Finde ich auch.

Soviel zum warum
Kommen wir jetzt zum was…

Start ProjektVAN LIFE

Wie die Hippies mit Blumen am T1? – Peace und lange Haare und so?
Nicht ganz!
Nach der finanziellen und zeitlichen Unabhängigkeit, gefällt mir die räumliche Abhängigkeit so gar nicht.
Wenn mein Nachbar mal wieder mit südländischem Temperament seine Familie erzieht, frustrierte DHL-Boten ihre scheiß Pakete für Nachbarn bei mir loswerden wollen oder irgendwelche Rauchmelderfirmen sechs Stunden meines Tages blockieren, um die Rauchmelder zu warten.
Auf deutsch also die Batterien wechseln…
Dann muss ich da mitspielen… – noch!

Rocky und ich möchten uns allerdings nicht nach der Nase anderer richten, wir möchten morgens mit der Sonne aufstehen (und nicht durch LKW-Lärm), beim Öffnen der Tür den See / die Klippen / den Wald / die Wüste sehen und wenn jemand nervt an die nächste tolle Location ziehen.
Anstatt nach 5×8 Stunden Arbeit, einen Tag Feiern und einen Tag schlafen, werden wir diese Welt sehen, Natur, Tiere und Menschen kennenlernen.

Die Phase II umfasste einen kompletten Rundumschlag meiner Finanzen. Durch die Selbständigkeit war hier sehr viel verzweigt und es war schwer diese Verzweigungen zu lösen.
Etwas radikal, aber wirkungsvoll, habe ich mich gerichtlich mit vielen auseinandergesetzt, einige Banken gekündigt, meine Kreditkarten abgegeben und angefangen zum Großteil mit Bargeld zu leben.
Ich habe viel Geld in Kaffeedosen, Matratzen und sonstigen altbekannten Verstecken angespart :P.

Nach Abschluss der Hochzeitssaison Ende September wird also die Phase III und somit die vollständige Umsetzung stattfinden. Das Wohnmobil wird gekauft und bis auf mein Büro (erstmal) wird keine Verpflichtung bestehen bleiben, außer meine KFZ Versicherung.

Was ist mit der
Fotografie

Natürlich ändert sich bei meiner Arbeit nichts an dem was, sondern nur an dem wie!
Meine Leidenschaft ist das, was ich tue und das werde ich auch weiterhin machen, nur meine Kunden werden sich ein wenig ändern.
Es wird keine Privatkunden mehr geben, die klassische Standardwünsche haben, auch einigen Firmenkunden werde ich kündigen (bis auf zwei oder drei meiner Lieblinge).

Hauptsächlich möchte ich noch intensiver meiner Hochzeitsfotografie- und Filmerei nachgehen und durch meine Reisen tolle Einblicke in außergewöhnliche Ecken der Welt geben. Menschen an Rocky’s und meinen Abenteuern teilhaben lassen und mit meiner Leidenschaft anstecken…
Es wird eine tolle Zeit, versprochen!